Ganz gleich wie viele Abstell- und Schattenbahnhofsgleise man am Anfang plant und baut – irgendwann sind die voll. Und da die Hersteller uns ja permanent mit neuen Modellen beglücken, muss neuer Platz geschaffen werden.

Zuerst habe ich versucht, einen Paternoster unterzubringen. Das ließ sich aber ohne einen Fast-Komplettabriss der Anlage nicht realisieren. Das wollte ich nicht und so fand ich eine Möglichkeit, 4 weitere Abstellgleise im Untergrund unterzubringen

Abzweigend von der Streckenführung im unteren, nicht sichtbaren Bereich geht der bestehende 5-gleisige Abstellbahnhof mit Schiebebühne ab.

Die Ausgangssituation: links die Tunneleinfahrt mit den 2 Streckengleisen, rechts der 5-gleisige Abstellbahnhof.
Die obere Etage mit der Bahnhofseinfahrt wurde entfernt, um an die Baustelle zu gelangen.
Hier wurde der Untergrund schon für die neuen Gleise vorbereitet.

Über eine 3-Wegweiche wurde die neue Zufahrt geschaffen. Da dies auf einem herausnehmbaren Anlagenstück liegt, konnte die Montage der Weichenantriebe bequem am Arbeitstisch erfolgen. Oben liegen im Bogen 2 Streckengleise; in einem ist die neue 3-Wegweiche eingebaut.
Darunter ist die Zufahrt zum bestehenden Abstellbahnhof erkennbar.


Entgegen ursprünglicher Planung beschloss ich, die neu kennengelernten mbt-Motorantriebe für meine beiden Dreiwegweichen bei der Erweiterung des Abstellbahnhofs einzusetzen.

Aus einbautechnischen Gründen mussten die Antriebe neben die Weichen und nicht darunter platziert werden. Da der Stellweg länger ist als erforderlich, habe ich den Stelldraht so gebogen, dass er den überflüssigen Weg abfedert. Der Antrieb ist kräftig und die Weichenzungen liegen fest an.
In diesem kleinen Filmchen kann man das gut erkennen:

Das alte Trassenbrett wurde leicht verschmälert, der Untergrund neu verklebt und die Fläche für die neuen Gleise geschaffen. Anschließend wurden die Einfahrweichen zu den neuen Abstellgleisen eingepasst, mit Antrieben versehen und angeschlossen. Das liest sich einfach, war aber die mit Abstand aufwendigste Arbeit. Das Verlegen der 4 Abstellgleise war dagegen ein Kinderspiel.

Prellböcke mit Loch für die Kupplung.
Gesamtüberblick über den neuen Bereich.
So sieht die Tunneleinfahrt heute aus.

Die 4 Gleise sind je gut 2 Meter lang und dafür vorbereitet, entweder 2 kurze Züge oder 1 längeren aufzunehmen.
Abschließend wurden die neuen Weichen und Gleise sowohl in der ECOS als auch in der TC-Steuerungssoftware angelegt.