In meinem bisherigen Modellbahnerleben habe ich schon viele Bausätze zusammengebaut. Lange Zeit waren es die allbekannten Faller-Vollmer-Kibri-Bausätze aus Polystyrol. Später – hauptsächlich seit meiner Spur 0-Zeit – kamen erste Resin- und Holz-Lasercut-Modelle hinzu.

An Karton-Bausätze, die ich immer verächtlich Papp-Bausätze genannt habe, hatte ich mich bislang nicht herangewagt, erschien mir der Werkstoff doch als zu labil und empfindlich. Ausserdem hatte (und habe ich immer noch) Bedenken, wie das fertige Modell nach einiger Zeit aussieht, wenn der Karton seine hygroskopischen, sprich Feuchtigkeit aufnehmenden Eigenschaften zeigt.

Trotzdem:
Der Gasometer von Stangel gefiel mir so gut, daß ich es mal riskiert habe.

Der Bau ging gut von der Hand und die Passgenauigkeit und Stabilität war – trotz filigraner Bauteile – sehr gut.

So sah der Gasometer nach Fertigstellung und vor dem Lackieren aus.

Leider hatte ich dann den vorgesehenen Standplatz auf der Anlage anderweitig verplant, sodaß ich das Teil in diesem Zustand wieder verkauft habe.