Wer kennt das nicht? Man will nur eben mal was aufräumen, stösst dabei auf alte Schätzchen und verliert sich in sentimentaler Träumerei.

So ging´s mir heute:
Beim Ausmisten vollgestellter Ecken fielen mir ein paar Fleischmann-Kataloge aus den Anfangstagen meiner Modellbahn-Tätigkeit in die Hände. Wobei ich den Begriff „Modellbahn“ noch nicht kannte – es war die „elektrische Eisenbahn“.

Bei mir fing alles mit Fleischmann an. Die alten Kataloge:

Beim Blick in die Kataloge kam dann fast sowas wie Wehmut nach Vergangenem auf. Kein Detail-Wahn, kein Digital, keine Kurzkupplungen, kein Epochedenken – einfach Spaß mit der Eisenbahn haben.

Messinggleise, enge Radien, T3 mit Heusinger-Steuerung, V200 mit ausschwenkender Pufferbohle – egal!

Diese Kataloge kannte ich auswendig. Und das Heft mit den Anlagenvorschlägen habe ich verschlungen: Meine damalige Traumanlage – wie oft bin ich in Gedanken mit meinen vorhandenen Zügen über diese Anlage gebraust?

Bin ich heute glücklicher mit meiner Bahn? Ich weiß es nicht! Manchmal erwische ich mich mit dem Gedanken, eine Nostalgie-Anlage rein mit Material aus den frühen 60ern zu bauen, also mindestens 50 Jahre alt.
Eine kleine Vitrine mit Fahrzeugen aus jener Zeit habe  ich jedenfalls noch.

Für Nostalgiker…

hier noch 2 Bilder von Verkaufshilfen aus jener Zeit, heute „Displays“ genannt. Die konnte ich vor Jahren bei einer Aufräumaktion im Laden retten:

Heute schmücken sie mein Bastelzimmer.