Seitdem ich vor vielen Jahren den Neusser Güterbahnhof im Dunkeln mit seinen vielen Weichenlaternen gesehen habe, war für mich klar, daß auch auf meiner Anlage die Laternen leuchten müssen.

Deshalb waren die unbeleuchteten Exemplare an den Lenz-Weichen für mich keine Dauerlösung. Und die Weichen mit Antrieb und beleuchteten Laternen kamen nicht in Frage, da ich Hoffmann-Motorantriebe verwende.

Folgende Vorgaben sollten eingehalten werden:
– Beibehalten des Hoffmann-Weichenantriebes mit möglichst geringen Modifikationen
– Verwenden der Weinert-Weichenlaterne mit Weinert-Stellbock
– Beleuchtung mittels SMD-LED „Golden white“
– Exakte 90°-Drehung, angetrieben durch den Weichenmotor

Nach langem Probieren und mehreren Versuchen bin ich zu folgender Lösung gekommen, die ich nach erfolgreichem Test an 10 Weichen in meinem Bahnhof montiert habe.

Alle Komponenten werden so auf einer Grundplatte angeordnet, daß Stellstange und Laternenstange exakt zu den Löchern in der Lenz-Weiche passen.
Nach einer Funktionsprüfung kann die komplette Einheit nun montiert und angeschlossen werden.

Die Stellmechanik von Fritz Senn wird über den Stelldraht mit Längenausgleich aus gleichem Haus mit dem Hoffmann-Antrieb verbunden. Durch die 1mm-Laternenstange werden die beiden isolierten Kupferlackdrähte der LED-geführt und über einen 2 kOhm-Widerstand an einen Gleichstromtrafo angeschlossen. Hier lässt sich die Helligkeit einstellen.

Diese Detailaufnahme zeigt die einzige Änderung am Hoffmann-Antrieb, das kleine Loch für die Stellstange. Auch die beiden hauchdünnen Drähte zur LED im Laternenkörper sind zu erkennen.

Aus der Lenz-Weiche wird die Laterne samt Stellmechanik ausgebaut und die quadratische Bodenplatte weggelassen.
An deren Stelle tritt die Weinert-Laterne auf ihrem Stellbock.

Hier erkennt man die winzige LED in der Weichenlaterne.

Vom Prototypen habe ich ein Video gemacht; allerdings ist es sehr unscharf – das muss ich noch üben.