Da ich meine Anlage optional mit der PC-Steuerung TrainControl betreibe, sind für einen zuverlässigen Betrieb „meldende“ Wagen , zumindest am Zugende, erforderlich. Bei beleuchteten Personenwagen oder Wagen mit Schlußbeleuchtung ist das kein Problem. Aber an einem normalen Güterzug-Ende wird´s problematisch.

Also startete ich einen Versuch mit Radschleifern, die über einen Widerstand beide Räder miteinander verbinden. Das klappt zwar ganz gut, erhöht aber deutlich den Rollwiderstand des Wagens. Erst recht, wenn man auf „Nummer Sicher“ gehen will und beide Achsen damit ausrüstet.

Dann erinnerte ich mich an meine H0-Zeiten, als ich etliche Wagen aus dem selben Grund mit den „Widerstands-Achsen“ von Roco  ausgerüstet hatte.

Viele Lenz-Achsen sind genauso aufgebaut wie die Roco-Achsen: je ein Rad steckt auf einem Achs-Stummel, der auf der einen Seite im Radlager läuft und mit der anderen Seite in einem Kunststoff-Rohr steckt. Dabei sind die Achsstummel gerade so lang (oder kurz), daß sie sich im Rohr nicht berühren – das gäbe ja einen Kurzschluss.

Und wie es der Zufall will, hat dieses Rohr den gleichen Innendurchmesser wie das Rohr der Roco-Achse. Also passen auch der kleine Widerstand und die Feder, die bei Roco für eine Belegtmeldung sorgen, in die Lenz-Achse.

Hier die Einzelteile der Roco-Achse:

Bei den Lenz-Achshälften muss lediglich der Achsteil, der im Rohr steckt, etwas gekürzt werden, damit Platz für Widerstand und Feder geschaffen wird.

Hier sieht man rechts die Original-Achshälfte und links die gekürzte:

Nach dem Kürzen einfach wieder eine Achshälfte aufstecken, Widerstand und Feder einsetzen und 2. Achshälfte aufpressen – fertig.

So habe ich schnell und einfach eine 0-Widerstandsachse hergestellt, die keinen höheren Rollwiderstand verursacht und zuverlässig funktioniert.